Ein letzter Gruß an meine Oma
In Liebe und tiefem Schmerz nehme ich Abschied.
Heute möchte ich mich von meiner geliebten Oma verabschieden. Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden, denn zu der Trauer über ihren Tod mischt sich eine tiefe Bitterkeit.
Ich hätte dir so gerne noch einmal die Hand gehalten. Ich hätte dir gerne noch einmal gesagt, wie viel du mir bedeutest. Doch leider wurde mir diese Möglichkeit genommen. Obwohl ich den Wunsch hatte, dich in deinen letzten Tagen zu begleiten, wurde mir von der Familie verschwiegen, in welchem Pflegeheim du warst.
Man hat mir die Chance verwehrt, an deinem Bett zu sitzen und „Auf Wiedersehen“ zu sagen.
An meine Oma: Egal, was uns räumlich getrennt hat und wer versucht hat, diese Mauer zu errichten – in meinem Herzen bleibst du unvergessen. Ich trage die schönen Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit in mir, und diese kann mir niemand nehmen. Ich hoffe, du hast deinen Frieden gefunden und spürst jetzt, wie sehr ich dich liebe.
An die Öffentlichkeit: Ich teile dies hier, weil ich möchte, dass die Wahrheit über diesen Abschied bekannt ist. Ein Abschied sollte ein Moment der Würde sein, frei von Familienzwist oder dem Vorenthalten von Informationen. Niemand sollte um die letzte Begegnung mit einem geliebten Menschen gebracht werden.
In stiller Trauer

