WERDEN SIE INHABER DIESER GEDENKSEITE UND VERWALTEN SIE DIESE.
Neueste Einträge (10)
Gedenkkerze
Wilhelm Bedbur
Danke Hete und Axel für soviel gemeinsam schöne Jahre
Kondolenz
In Dankbarkeit
11.01.2024 um 06:58 Uhr von Hans Pasterkamp
Gedenkkerze
Ulrich Niehörster
Kondolenz
Trauer
11.10.2022 um 17:11 Uhr von Prof. Dr. Karl-Werner DiederichLiebe Frau Fenner,
es ist noch gar nicht lange her, dass mich meine Frau auf eine Buchankündigung in den Lübeckischen Blättern aufmerksam machte, die die Autobiographie Ihres Mannes betraf. Bevor ich das Werk meines Co-Habilitanden (Bartels Fenner, Diederich am gleichen Tage) in Händen hielt, fand sich aber seine Todesanzeige in den Lübecker Nachrichten. Das hat uns doch sehr betroffen und traurig gemacht. Zum Abschluss seines Buches im Jahr 2020 war von Todesstimmung so gar nichts bei ihm zu spüren. Was hat ihn denn so plötzlich dahingerafft?
Inzwischen habe ich sein Buch beendet und viele Parallelen in unserem Werdegang festgestellt:Sohn eines Arztes mit 3 Geschwistern, aufgewachsen in einer Kleinstadt (allerdings im Westen bei Hannover), Kriegsdienst und Gefangenschaft des Vaters von 1940 -1948, Ertüchtigung der Mutter von einer reinen Kinderbetreuerin zu einer "Praxismanagerin", unbeschwerte Studienjahre unter Mitnahme unzähliger kultureller Ereignisse, Freude an Musik und eigenem Klavierspiel, Wechsel von der Uni Göttingen nach Lübeck wegen Inkompatibilität mit dem dortigen neuen Chef, mühsame Aufbaujahre in Lübeck und jahrelanger frustrierender Stillstand nach Gründung der selbständigen Abteilungen, aber auch Freude an der schönen Stadt und Umgebung, bei uns speziell durch das Segeln auf dem Ratzeburger See, Entwicklung der Kinder, Enkel (und Urenkel).
In einer Hinsicht muss ich Ihrem Mann widersprechen: an einer Stelle seines Buches beschreibt er sich als charakterschwach und brgründet das damit, dass er es nicht vernmochte, seine eigene Meinung gegen über anderen durchzusetzen. Ich würde diese Eigenschaft eher als "entgegenkommend" bezeichnen. Dass er sehr wohl eine Meinung auch gegen den Mainstream vertreten konnte, zeigte mir sein Verhalten in einer für mich äußerst kritischen Situation. Etwa 1992, nach dem Ausscheiden von Prof. Feiereis,kamen verschiedene Hochschukfunktionäre auf die Idee einer Umstrukturierung des Inneren Medizin. Neben der Medizinischen Klinik sollte eine 2. Medizinische Klinik entstehen, deren Chef ein Kardiologe sein sollte, obwohl eine gut funktionierende "Klinik für Kardiologie" unter meiner Leitung existierte. Damit konnte ich nicht einverstanden sein, und in der entscheidenden Fakultätssitzung war Ihr Mann der Einzige, der mich mit klaren Worten unterstützte. Das habe ich ihm nie vergessen.
Zu seiner Trauerfeier im Dom kam ich spät, weil ich sie versehentlich 1 Stunde später eingeplant hatte, kam dadurch aber auf dem freien Platz neben seinem (welchen?) Bruders zu sitzen. Ich habe mich gefreut, dass er eine so riesige Anhängerschaft gefunden hat, wie sie sich im Dom versammelt hat.
Ich werde ihn, solange es mir noch vergönnt ist, als guten Menschen in Erinnerung behalten, und wünsche Ihnen als von ihm bewunderte, verehrte und geliebte Lebensgefährtin viel Kraft,um mit diesem schweren -aber absehbaren- Verlust fertig zu werden.
Karl-Werner Diederich
Gedenkkerze
Gisela musa
Für einen wunderbaren Kinder Arzt