Albert Uderzo

* 25.04.1927
† 24.03.2020
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Gedenkkerze

Heinz Voss

Entzündet am 25.03.2020 um 04:53 Uhr

Ruhe in Frieden !

Gedenkkerze

Schmitt

Entzündet am 24.03.2020 um 21:19 Uhr

Mit dir sind wir groß geworden, unvergesslich in Deinen Werken. Ruhe in Frieden bei Teudades.

Albert Uderzo

24.03.2020 um 11:11 Uhr von Redaktion

Albert Alessandro Uderzo (* 25. April 1927 in Fismes; † 24. März 2020 in Neuilly-sur-Seine) war ein französischer Zeichner. Berühmt wurde er als Illustrator und Mit-Autor der 1959 erstmals erschienenen Comic-Serie Asterix.

Leben

24.03.2020 um 11:10 Uhr von Redaktion

Uderzo wuchs als Sohn italienischer Einwanderer auf, die 1934 die französische Staatsbürgerschaft erhielten. Schon im Kindergartenalter zeigte er ein ausgeprägtes zeichnerisches Talent. Durch Anleitung beispielsweise von Edmond-François Calvo, inspiriert von den Figuren Walt Disneys, eignete er sich teils autodidaktisch das Handwerkszeug eines Comic-Zeichners an.

 

Erste Werke veröffentlichte er 1948 bis 1954 mit Jean-Michel Charlier als Texter des Comics Belloy, Ritter ohne Rüstung. Ebenfalls zusammen mit Charlier entstanden in den 1960er Jahren die ersten acht Geschichten von Mick Tangy. 1951 trafen sich Uderzo und René Goscinny, der ebenfalls Comics zeichnete, aber vor allem ein talentierter Geschichtenschreiber war. Goscinny schrieb nun Geschichten, welche Uderzo illustrierte. Sie produzierten gemeinsam mehrere Serien:

 

über den Kaperkapitän Pitt Pistol (ab 1952)

über den jungen Reporter Luc Junior und seinen Hund (1954/57) – Die Ähnlichkeit mit Tim und Struppi ist nicht zufällig, handelte es sich doch um eine Auftragsarbeit, die 1957 an Greg abgegeben wurde.

Benjamin & Benjamine (1956–1959)

über den Indianer Umpah-Pah (1958–1962 im Tintin-Magazin)

ihr größter Erfolg Asterix, von 1959 bis 1974 zuerst in der Zeitschrift Pilote erschienen, danach als Album bei Dargaud bis 1978, danach im eigenen Verlag.

In den 1980er Jahren veröffentlichte der Ehapa-Verlag die Collection Uderzo. Ziel dieser Edition war es, erstmals in deutscher Sprache das gesamte Jugendwerk von Albert Uderzo herauszubringen.

 

1974 gründeten Goscinny und Uderzo ihr Zeichentrick-Filmstudio idefix in Paris und produzierten dort Asterix erobert Rom und den Lucky-Luke-Zeichentrickfilm Lucky Luke – Sein größter Trick. 1978 musste das Filmstudio aufgrund der schlechten Auftragslage geschlossen werden.

 

Seit dem Tod Goscinnys im Jahr 1977 produzierte Uderzo die Asterix-Abenteuer allein. Im Oktober 1979 gründete er in Paris das Unternehmen Les Éditions Albert René, das fortan als Herausgeber von Asterix fungierte. Goscinnys Witwe autorisierte Uderzo, die Serie alleine fortzusetzen; die Familie Goscinny wurde mit 20 Prozent beteiligt. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit Dargaud sind inzwischen die Rechte aller früheren Hefte auf den Verlag Hachette Livre übergegangen, bei dem Asterix in Frankreich verlegt wird.

 

1980 erschien dort der erste nur von Uderzo erstellte Asterix-Band Der große Graben. Trotz anhaltenden kommerziellen Erfolgs wurde die Qualität der neuen Alben im Vergleich zu den von Goscinny getexteten wiederholt kritisiert. 2008 verkaufte Uderzo zusammen mit der Tochter von Goscinny seine Anteile an Éditions Albert René an Hachette. Damit hatte er sich weitgehend aus der unternehmerischen Verantwortung für die Vermarktung von Asterix zurückgezogen. Nur Uderzos Tochter Sylvie hält noch Anteile an der Edition.

 

1999 gewann er den Spezialpreis Prix du Millénaire beim Festival International de la Bande Dessinée d’Angoulême. Im Juni 2004 wurde Uderzo auf dem 11. Internationalen Comic-Salon Erlangen der Max-und-Moritz-Preis für sein Lebenswerk verliehen.

 

Im Januar 2015 zeichnete Uderzo im Alter von 87 Jahren eine Würdigung zum Anschlag auf Charlie Hebdo und veröffentlichte das Bild der sich verneigenden Asterix und Obelix zusammen mit Idefix. Uderzo hatte eine Rot-Grün-Sehschwäche. Er kam jedoch eigenen Aussagen zufolge gut mit dieser Einschränkung zurecht. Früher arbeitete er deshalb mit nummerierten Farbtuben.

 

Uderzo war ab 1953 mit Ada Milani verheiratet und hatte mit dieser eine Tochter.

 

Er starb in der Nacht zum 24. März 2020 in Paris im Alter von 92 Jahren im Schlaf an einem Herzinfarkt.

Werke

24.03.2020 um 11:09 Uhr von Redaktion

1948–1958: Belloy

1953–1954: Marco Polo

1954: Onkel Paul

1954–1955: Bill Blanchart

1954–1957: Luc Junior

1955: Les Grands noms de l’Histoire de France

1955–1956: Tom et Nelly

1956–1959: Benjamin & Benjamine

1958–1962: Umpah-Pah

1959–1966: Tanguy und Laverdure

1959–2009: Asterix

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