Die Grabfiguren – Ergänzung zum Grabstein

Bildquelle: pixabay.com/Hans Braxmeier

Eine individuelle Grabgestaltung liegt vielen Hinterbliebenen am Herzen. Zusätzlich zum Grabstein und der Grabbepflanzung können auch Grabfiguren genutzt werden, um dem Grab eine persönliche Note zu verleihen.

Besonders beliebt ist hierbei ein betender Engel, der über den Verstorbenen wacht. Aber auch Grabschmuck mit einem persönlichen Bezug wird gerne aufgestellt. Auch wenn die individuelle Gestaltung auf den meisten Friedhöfen möglich ist, gibt es dennoch Regeln, Sie berücksichtigen müssen.

Grabschmuck: Welche Grabfiguren sind erlaubt?

Die Möglichkeiten der Grabgestaltung sind je nach Friedhof unterschiedlich geregelt. Es empfiehlt sich daher, sich vorab zu informieren, welcher Grabschmuck erlaubt und was nicht gerne gesehen ist. Aufgeführt ist dies in der Friedhofsverordnung, die von der Friedhofsverwaltung festgelegt wurde.

Grundsätzlich gilt: Der Grabschmuck sollte ästhetisch und pietätvoll ausfallen. Wenn Sie eine Grabfigur aufstellen möchten und unsicher sind, ob diese erlaubt ist, sollten Sie vor der Anbringung bei der Friedhofsverwaltung nachfragen. So vermeiden Sie Unannehmlichkeiten und können die Ruhestätte des Verstorbenen dennoch individuell gestalten.

Grabfigur: Welche Arten gibt es?

Wenn Sie eine Grabfigur aufstellen möchten, können Sie zwischen verschiedenen Formen auswählen. Wichtig hierbei ist, dass diese zur Umgebung passt. Besonders häufig anzutreffen ist daher der Grabengel. Die Figur des Engels soll den Verstorbenen auf seinem letzten Weg begleiten und die Grabstelle behüten. Zusätzlich spenden Engel den Hinterbliebenen Trost und symbolisieren den Frieden, den der Verstorbene gefunden hat.

Gerne gewählt wird auch eine Grabfigur, die eine trauernde Frau verkörpert. Diese Art von Grabfigur ist nicht nur ein Symbol der Trauer, die die Hinterbliebenen verspüren. Sie soll auch die Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit ausdrücken.

Ebenso beliebt wie der Engel sind Madonnen-Figuren. Die Heilige Jungfrau Maria spielt im christlichen Glauben eine wichtige Rolle. Viele Gläubige beten in schweren Zeiten zur Heiligen Mutter Gottes und suchen im Gebet Trost und Rückhalt. Als Grabfigur ist die Marienstatue sowohl allein als auch mit Jesuskind auf den Friedhöfen anzutreffen. Gewählt wird sie unter anderem zum Schutz der Verstorbenen, aber auch als Trösterin in der Trauerzeit. Eine weitere Grabfigur, die häufig gewählt wird, ist die betende Christusfigur beziehungsweise Christus am Kreuz.

Neben den christlichen Grabfiguren sind auch Figuren, die an antike Statuen erinnern, häufig ein Teil der Grabgestaltung. Hier sollten Sie bei der Auswahl jedoch beachten, dass spärlich bekleidete Figuren auf vielen Friedhöfen nicht gerne gesehen sind. Wenn Sie das Grab mit einer antiken Statue verschönern möchten, können Sie diese auch von einem Steinmetz individuell anfertigen lassen. Hierbei können die Vorschriften der Friedhofsverordnung dann berücksichtigt werden. 

Grabfigur: Welche Materialien eignen sich am besten?

Wenn Sie das Grab mit einer Figur in Form eines Engels oder einer Marienstatue verschönern möchten, ist die Materialwahl besonders wichtig. Im Idealfall soll die Grabfigur über viele Jahre auf dem Grab stehen, ohne dass die Optik unter der Witterung leidet.

Gut geeignet ist zum Beispiel Naturstein, wie etwa Marmor, Sandstein oder Granit. Naturstein wirkt nicht nur stilvoll, sondern ist zudem auch wetter- und frostfest. Jedoch kann sich bei Naturstein durchaus die Optik im Laufe der Jahre verändern, was der Schönheit der Grabfigur jedoch nicht schadet.

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Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen