Die Danksagungskarte

Die Danksagungskarte

Gerade in Trauer über den schmerzhaften Verlust eines geliebten Menschen ist Rückhalt und Unterstützung von Angehörigen und Freunden mehr Wert als je zuvor. Egal, ob die Anteilnahme per Wort oder Schrift erfolgt, in einer stillen Umarmung geteilt wird oder in Form von Blumen. Eine Danksagungskarte nach der Trauerfeier zeigt den Trostspendenden auf einer respektvollen, liebenswürdigen und angemessenen Art und Weise, dass Ihnen diese Anteilnahme geholfen hat. Ein Gefühl, dass eine Danksagungskarte auf sehr angenehmem Wege transportieren kann.

Was ist eine Danksagungskarte?

Dankeskarten sind an alle Teilnehmer des Trauerfalls gerichtet. Ungeachtet dessen, ob die Personen bei der Beerdigung vor Ort waren oder auf anderer Weise ihr Beileid bekundet haben. Ein Danke für die Unterstützung in der schweren Zeit zeigt Wertschätzung und Verbundenheit. Zudem kann auf diesem Wege nach dem Dankestext auch die Einladung zum Sechswochenseelenamt ausgesprochen werden. Das Sechswochenseelenamt stellt einen Gottesdienst dar, der sechs Wochen nach der der Beisetzung stattfindet.

Eine Danksagung formulieren

Gerade in diesen emotionalen Zeiten ist die richtige Wortwahl Balsam für die Seele. So kann mit dem Schreiben der Danksagungen der Abschied einer geliebten Person verarbeitet werden. Außerdem ist die Danksagungskarte auch für den Empfänger ein Zeichen, nun loslassen zu können.

Grundsätzliche Ansätze für die passende Struktur und die richtigen Worte in einer Danksagung können sich dem folgenden Aufbau orientieren:

  • Ort und Datum
  • Sinnspruch
  • Namensnennung des Verstorbenen
  • Persönliche Anrede
  • Danksagung für die Unterstützung
  • Einladung zum Sechswochenseelenamt
  • “Im Namen aller Angehörigen”
  • Name des Verfassers/der Verfasser

Besonders ein möglicher Sinnspruch und die Danksagung selbst bedürfen gewählter Worte. Diese können selbstverständlich individuell verfasst werden, was eine besondere Emotionalität hervorruft und Wertschätzung ausdrückt. Dennoch helfen Vorlagen, die inhaltlich oder strukturell passende Inspirationen liefern. Im Folgenden finden Sie daher drei verschiedene Einleitungsbeispiele für Danksagungstexte, die Ihnen bei der Erstellung helfen können:

  • Danke für eine stille Umarmung. Für die tröstenden Worte, seien sie gesprochen oder geschrieben. Für den herzlichen Händedruck, wenn die Worte fehlten. Und danke für alle Zeichen der Verbundenheit, die unseren lieben Entschlafenen auf dem Weg zur ewigen Ruhestätte begleiteten.
  • Liebe und Erinnerung bleiben. Sie lassen Bilder vorbeiziehen, uns mit Dankbarkeit zurückschauen und die gemeinsame Zeit Revue passieren. Danke für die Verbundenheit in so liebevoller und vielfältiger Form.
  • Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist unsagbar schwer. Umso tröstender ist die Erkenntnis, wie viel Liebe, Anteilnahme und Achtung ihm entgegengebracht wurde. Danke allen, die ihre Wertschätzung und Verbundenheit in so vielfältiger Art und Weise zum Ausdruck brachten.

Eine Danksagungskarte gestalten

Ähnlich wie bei einer Trauerkarte ist die Anordnung der einzelnen Elemente von großer Wichtigkeit. So kann durch unterschiedliche Schriftgrößen, Platzierungen und womöglich durch wenige, sehr leichte Farben die Wichtigkeit der Inhalte strukturiert werden. Auf den ersten Blick sollte der Name des Verstorbenen erkennbar sein. Eine andere Möglichkeit wäre die Wahl eines schönen Bildes der Person. Denn ein Bild weckt in jedem Betrachter eine eigene Erinnerung.

Für eine entsprechende Seriosität ist ein Umschlag zu empfehlen. Die Karte selbst bietet dann sehr viel Gestaltungsspielraum. So kann eine Klappkarte gewählt werden, eine quadratische Variante oder auch das Postkartenformat, die sich allesamt optimal für ein einfaches aber sehr herzlich gemeintes “Danke” eignen. Die Danksagung kann darüber hinaus durch ein Symbol ergänzt oder gar ersetzt werden. Häufig gewählte Zeichen sind zum Beispiel:

  • eine Blume
  • fliegende Vögel
  • eine Wasseroberfläche
  • ein Kreuz
  • eine Trauerschleife
  • der Horizont

Wann versendet man eine Danksagungskarte?

Anders als bei der Trauerkarte bleibt den Hinterbliebenen bei der Dankeskarte etwas mehr Zeit. Es gibt hierbei keine festen Orientierungspunkte. Da der Sechswochengottesdienst aber entsprechend sechs Wochen nach der Beisetzung stattfindet und die Danksagungskarte häufig als Einladung gilt, ist ein Versenden der Karte innerhalb der ersten vier Wochen nach der Beerdigung empfehlenswert.

 

Bildquelle: Adobe Stock©Floydine

Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen