Trauerfeier – Ablauf, Kleidung und Organisation


 


Bei einem Todesfall müssen die Hinterbliebenen trotz Trauer viel planen und organisieren, dazu gehört auch die Trauerfeier. Doch wie genau läuft eine solche Trauerfeier eigentlich ab und was gibt es zu beachten? Was muss alles geplant und organisiert werden, und wie verhält es sich mit den Blumen und Geschenken?

Der Ablauf einer Trauerfeier


Wie eine Trauerfeier genau abläuft, kann nicht konkret gesagt werden. Hier kommt es auf die Religion, aber auch auf die individuellen Wünsche und Vorstellungen an. Grundsätzlich sollte das beauftragte Bestattungsunternehmen hier ein erster Ansprechpartner sein. Die Mitarbeiter kennen sich aus und stehen in der Regel gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Trauerfeier leiten


Soll es eine religiöse Trauerfeier sein, so kann auch der Pfarrer, der Pastor oder ein sonstiger Prediger ein guter Ansprechpartner sein, wenn es darum geht, die Trauerfeier zu planen. Wichtig ist, die Wünsche des Verstorbenen zu respektieren. Hat dieser zu Lebzeiten Vorsorge getroffen, so können und sollten sich die Angehörigen bei Bestattung und Trauerfeier daran halten.

Dauer und einzelne Bestandteile


Ansonsten kann eine Trauerfeier recht individuell und persönlich gestaltet werden. Meist dauert die Trauerfeier an sich zwischen einer halben Stunde und einer Stunde.  Folgt im Nachhinein noch ein Trauerkaffee oder Leichenschmaus, werden für diesen weitere 90 Minuten angesetzt.

Bei einer religiösen Trauerfeier finden sich die Angehörigen und die Trauergäste zunächst in der Kirche ein, bevor es dann zum Friedhof geht. Nicht selten aber findet die eigentliche Zeremonie ausschließlich auf dem Friedhof statt. Pfarrer, Pastor oder Prediger sprechen ein paar Worte und auch Redner können zu Wort kommen. Musik ist ein wichtiger Bestandteil: Egal ob klassisch kirchlich, per Orgel oder vom Band, hier ist alles erlaubt, was dem Verstorbenen gefallen hätte. Auch live darf gesungen werden, ohnehin wird vor allem bei religiösen Trauerfeiern viel gesungen und gemeinsam gebetet.

Trauerfeier individuell gestalten


Sollen Luftballons aufsteigen, soll es mehrere Redner geben, spielt ein Musikverein, oder soll es weitere Aktivitäten geben, die zum Verstorbenen passen? Alles Fragen, die in jedem Fall vorab geklärt werden müssen. Auch, ob es eine öffentliche Trauerfeier sein soll oder nur für die Familie. Und ebenso, ob ein stilles Gebet bevorzugt wird oder ob es gemeinsame Gebete, Lieder und Reden geben soll.

Leichenschmaus oder Trauerkaffee 


Nicht selten ist es üblich, dass es nach der Trauerfeier ein gemeinsames Essen gibt, meist Kaffee und Kuchen oder Gebäck. Vielerorts wird das als Trauerkaffee oder Bestattungskaffee bezeichnet. Auch das muss entsprechend vorab geplant und organisiert werden. In der Regel freut sich die Familie über Gäste und Beistand, der Trauerkaffee sollte sich aber nicht zu sehr in die Länge ziehen. Die Familie braucht besonders nach der emotionalen Trauerfeier Zeit für sich, Zeit zum Trauern und Zeit zum Verabschieden. Ebenso ist der Blumenschmuck für die Feier vorab zu besprechen und zu organisieren. Oft werden sogenannte Kondolenzlisten oder Bücher ausgelegt. Je nach Wunsch können sich die Trauergäste hier mit ihrem Namen eintragen, oder auch ein paar liebe Worte hinterlassen.

Angemessene Kleidung, Sitzordnung und wichtige Verhaltensregeln


In der Regel sollten sich die Trauergäste rund 15 Minuten vor Beginn einer Trauerfeier einfinden. Dabei ist es wichtig, den nahen Angehörigen genügend Luft und Raum zu lassen, damit diese sich entsprechend verabschieden können. Egal ob in der Kirche oder in der Leichenhalle auf dem Friedhof, bei der Sitzordnung entscheidet in der Regel das Verwandtschaftsverhältnis. Sehr nahe Angehörige sitzen in der ersten Reihe, alle anderen Verwandten und Freunde entsprechend in den nächsten Reihen.

Auch wenn heute alles ein weniger lockerer und moderner ist, angemessene Kleidung ist ein Muss. Schwarz ist immer noch die beste Trauerfarbe. Für Männer ist es der schwarze Anzug mit weißem Hemd und dunkler Krawatte, bei den Frauen darf es ein schwarzer Hosenanzug, ein schwarzes Kleid oder ähnliches sein. Aber schwarz ist nicht unbedingt ein Muss. Wichtig sind gedeckte Farben und Outfits, nichts Auffälliges oder Farbenfrohes. Es kann aber auch vorkommen, dass die Angehörigen ausdrücklich um den Verzicht von Trauerkleidung bitten oder sich im Sinne des Verstorbenen für freundliche, fröhliche Themen entscheiden.

Geschenke und Beileidsbekundungen


Um Beileid und Mitgefühl zu bekunden, bringen Trauergäste häufig Geschenke mit. Üblich und passend sind Präsente wie Blumen, Kränze oder Karten mit Geldscheinen. Um die Angehörigen ein wenig zu entlasten, übernehmen viele Bestatter die Annahme der Geschenke. Bitten die Angehörigen bereits im Vorfeld darum, von Geschenken abzusehen oder lieber für einen guten und gemeinnützigen Zweck zu spenden, so sollten Trauergäste diesen Wunsch respektieren.

Viel wertvoller als jedes Geschenk können ein paar liebe Worte sein. Dabei sollten die Beileidsbekundungen aber so kurz wie möglich gehalten werden, dafür aber von Herzen kommen. Bitten die Angehörigen von solchen Beileidsbekundungen am Grab abzusehen, sollte das selbstverständlich respektiert werden. Ansonsten aber können liebe und ernst gemeinte Worte und Gesten viel Trost spenden und ein wenig durch die schlimme Zeit helfen.

 Bildquelle: stock.adobe.com - ©Fotofuchs

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