Ablauf einer Bestattung – so läuft der Tag der Bestattung ab



Mit dem Tod eines geliebten Menschen geht auch dessen Bestattung einher. Und auch wenn Trauer und Schock kaum Raum für andere Gedanken lassen, so gilt es rund um das Thema Beisetzung einiges zu beachten. Dazu gehört auch und vor allem der allgemeine Ablauf einer Bestattung. Besonders wichtig: Nach dem Todesfall dürfen nur maximal 4 Tage bis zur Beerdigung vergehen, sofern es sich um eine Erdbestattung handelt. Bei Feuerbestattungen sieht das ein wenig anders aus, nach der Einäscherung spielt der eigentliche Bestattungszeitpunkt keine so große Rolle wie bei der Erdbestattung. Aber auch hier sollte die Bestattung zeitnah innerhalb weniger Tage erfolgen. Die Einäscherung an sich findet in der Regel spätestens am dritten Tag nach dem Tod statt.

Die Erd- und Urnenbestattung


Wie eine Bestattung bzw. der Tag der Bestattung im Detail ablaufen, hängt von den individuellen Wünschen der Angehörigen und der gewählten Bestattungsart ab. Üblich sind die Erdbestattung im Sarg oder eine Urnenbestattung auf einem Friedhof. Seltener wird die Urne in einem See oder unter einem Baum begraben. Es gibt noch weitere Bestattungsarten, die aber vergleichsweise selten sind. Nachfolgend finden Sie daher in erster Linie Informationen über den Ablauf einer Bestattung im Rahmen einer Erdbestattung und einer Urnenbeisetzung auf einem Friedhof. Die Abläufe der anderen Bestattungsarten können natürlich abweichen.

Der Tag der Bestattung im Detail


Nicht selten treffen sich die Hinterbliebenen schon früher, um gemeinsam trauern und später zur Trauerfeier und zur eigentlichen Bestattung gehen zu können. Wie genau die gemeinsame Zeit gestaltet wird, ist eine individuelle Entscheidung. Der im Vorfeld beauftragte Bestatter kümmert sich an diesem Tag um den Transport des Toten. Für eine Erdbestattung wird der Leichnam entsprechend in einen Sarg gelegt, eingekleidet und aufgebahrt. Je nach Wunsch der Angehörigen und der Familie kann der Tote vor der eigentlichen Zeremonie noch einmal besucht werden, die Trauernden können sich verabschieden. Bei einer Feuerbestattung fährt der Bestatter den Leichnam bereits vor oder erst nach der Trauerfeier zum Krematorium. Je nach Wunsch finden Trauerfeier und Beisetzung zusammen statt.

Nach der Beisetzung


Nach der eigentlichen Trauerfeier und Bestattung bleibt Zeit für Beileidsbekundungen. Auch wird nicht selten zum Leichenschmaus eingeladen. Ist der offizielle Teil vorbei, entscheidet die Trauerfamilie, wie sie den weiteren Ablauf des Tages gestalten möchte. Viele Familien suchen nochmals das Grab auf, sitzen zusammen oder gehen gemeinsam essen. Andere wiederum trauern lieber jeder für sich und im Stillen. Der Tag der Bestattung ist so individuell wie jeder einzelne Mensch.

Die Erdbeisetzung – der Ablauf einer Erdbestattung


Der Erdbeisetzung auf dem Friedhof geht meist eine Trauerfeier voraus. Im Anschluss wird der Sarg an die Grabstelle getragen. Das Tragen übernimmt entweder die Familie selbst, Bekannte und Freunde oder auch das Bestattungsinstitut bzw. das Personal des Friedhofs. Das Grab wird bereits einige Tage vorher ausgehoben. Dies wird im Regelfall von dem jeweiligen Bestattungsinstitut beauftragt.

Je nach Religion und Wohnort wird der Gang zum Grab von Glockengeläut, Gesang oder Musik begleitet. Am Grab wird dann meist nochmals ein Gebet gesprochen, eine kleine Rede gehalten oder ähnliches. Dann wird der Sarg langsam in das Grab herabgelassen. Anschließend können Familie und Trauergäste Erde oder Blumen auf den Sarg werfen, eine Geste des Abschieds. Dabei ist zu beachten: Zuerst sollte die Familie des Verstorbenen Abschied nehmen dürfen, dann erst der Rest der Trauergemeinde. Je nach Ort und Glauben können danach nochmals Gebete, Lieder oder Reden folgen. Blumen können beigelegt werden, Beileidsbekundungen können ausgesprochen werden. In der Regel verlässt die Familie mit den Trauergästen dann erst einmal den Friedhof. Ist der offizielle Teil abgeschlossen und alle Trauergäste sind gegangen, wird das Grab durch den Bestatter bzw. das Friedhofspersonal geschlossen und mit den Blumen und Kränzen belegt. Auch wird in der Regel ein Kreuz aufgestellt, auf dem Name und Todesjahr des Verstorbenen stehen. Der Grabstein wird meist erst mehrere Wochen oder Monate nach der Beerdigung aufgestellt.

Der Ablauf einer Feuerbestattung oder Urnenbestattung


Eine Feuerbestattung kann auf zwei unterschiedlichen Wegen erfolgen:


  • Der Leichnam wird vor der Trauerfeier eingeäschert.
  • Die Trauerfeier findet vor der Einäscherung statt, die Beisetzung erfolgt später und separat.


  • Die Urnenbeisetzung, egal ob direkt nach der Trauerfeier oder separat, kann entweder im engsten Familienkreis oder mit der ganzen Trauergemeinde stattfinden. Dabei ähnelt die Beisetzung dem Herablassen des Sarges bei der Erdbestattung. Auch bei der Urnenbeisetzung gibt es, je nach Wunsch des Verstorbenen und der Angehörigen, Gebete, Lieder und Reden. Als Symbol des Abschieds werden auf die Urne nach Beisetzung Blumen und Erde geworfen. Sobald alle Trauergäste den Friedhof verlassen haben und die Beisetzung abgeschlossen ist, wird das Urnengrab mit Blumen und Kränzen belegt. Handelt es sich um ein normales Urnengrab, folgt später der Grabstein. Bei einem Wiesengrab gibt es in der Regel nur eine Steinplatte.

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