Den richtigen Bestatter finden – was ist wichtig?

In allen Fragen rund um die Bestattung ist der Bestatter bzw. ein Bestattungsunternehmen erster Ansprechpartner und nimmt Angehörigen bei der Planung und Organisation eine große Last von den Schultern. Aber was macht einen guten Bestatter überhaupt aus und wie können Angehörige den für sie richtigen und passenden Bestatter finden? Was ist wichtig bei der Suche nach einem Bestatter, worauf kommt es an?

Die Aufgaben eines Bestatters – Grundleistungen und Zusatzleistungen


Was sind eigentlich die Aufgaben eines Bestatters? Zu seinen Grundleistungen gehören in erster Linie die Versorgung des Verstorbenen: Also die Bergung, der Transport und die Überführung. Auch das Einkleiden, Herrichten, Einsargen und die Aufbewahrung bis zur eigentlichen Beisetzung sind weitere wichtige Leistungen. Soll ein Verstorbener eingeäschert werden, so übernimmt ein Bestattungsunternehmen auch den entsprechenden Transport. Ein Bestatter begleitet die Angehörigen in den schweren Stunden der Trauer, berät sie über die diversen Möglichkeiten der Bestattung. Neben den eigentlichen Grundleistungen übernehmen viele Bestatter auch Behördengänge, die Schaltung von Traueranzeigen oder den Druck von Trauerkarten. Hier kann es bei vielen Anbietern Unterschiede geben, ein Vergleich kann sich lohnen!

Was macht einen guten Bestatter aus?


Meist bleiben nur wenige Tage, um einen Bestatter zu finden. Dennoch sollten Angehörige bei der Suche unbedingt darauf achten, einen guten und seriösen Dienstleister zu finden. Aber was macht einen guten Bestatter aus? Hier entscheidet nicht nur der Preis:

  • Wichtig ist, dass ein Bestatter kostenlose Beratungen anbietet und einen unverbindlichen Kostenvoranschlag erstellt.
  • Des Weiteren sollte ein guter Bestatter die verschiedenen Möglichkeiten und Bestattungsarten erklären und aufzeigen können.
  • Und ganz wichtig natürlich: Ein guter Bestatter muss sich Zeit nehmen und einfühlsam sein. Er bietet den Hinterbliebenen seine Hilfe an und steht ihnen jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Bestattungsvorsorge – gibt es Vorkehrungen?


Auf der Suche nach einem individuell passenden und richtigen Bestatter sollte zunächst immer geklärt werden, ob es eine entsprechende Bestattungsvorsorge gibt. Viele Menschen verfassen eine solche zu Lebzeiten, um den Angehörigen im Falle des Todes möglichst viel Arbeit zu ersparen und um ihnen Entscheidungen abzunehmen. So kann es sein, dass ein Verstorbener noch zu Lebzeiten festgelegt hat, welches Bestattungsinstitut beauftragt werden soll, welche Bestattungsart es sein soll und wie die Trauerfeier ablaufen soll. Nach Möglichkeit sollte den Wünschen des Verstorbenen natürlich nachgekommen werden.

Ein Bestattungsinstitut in Wohnortnähe


Sinnvoll ist es in jedem Fall, sich für ein Bestattungsinstitut in Wohnortnähe zu entscheiden. Im Rahmen einer anstehenden Bestattung gibt es viel zu regeln und zu besprechen. Bei dem Thema Tod und Beerdigung ist es in der Regel angenehmer, solche Dinge persönlich und von Angesicht zu Angesicht zu besprechen. Das kann nur ein Bestatter leisten, der vor Ort ist und keine lange Anfahrt hat. Des Weiteren sind Bestatter in Wohnortnähe meist in den einzelnen Orten bekannt. Es ist leicht, sich Meinungen und Erfahrungen über das jeweilige Institut einzuholen.

Bestatter online suchen


Im Internet gibt es viele Seiten, über die Angehörige einen passenden Bestatter per Suchfunktion finden können. Über ein paar individuelle Angaben werden dann Bestattungsinstitute in einem gewissen Umkreis vorgeschlagen. Diese Suchfunktionen im Netz sind in jedem Fall eine sinnvolle und zu empfehlende Vorgehensweise. Allerdings sollten Nutzer unbedingt darauf achten, ob sie gleich persönliche Daten preisgeben müssen. Hier laufen sie Gefahr, dass sie mit vielen Telefonaten bombardiert werden, da Ihnen jedes Institut Angebote machen möchte.

Empfehlungen und Qualitätssiegel geben erste Anhaltspunkte


Neben der Bestattersuche im Internet können auch persönliche Empfehlungen sehr sinnvoll sein. Angehörige können hier natürlich auf die Erfahrungen von Familie, Freunden, Nachbarn oder Bekannten vertrauen. Vielleicht gab es kürzlich eine Bestattung im Bekanntenkreis und ein Institut kann besonders empfohlen werden. Es gibt auch die Möglichkeit, sich an seine jeweilige Kirche oder Glaubenseinrichtung zu wenden. Nicht selten gibt es hier spezielle Ansprechpartner, die gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen und ebenfalls Empfehlungen aussprechen können. Auch der Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. ist ein wichtiges Qualitätssiegel für Bestatter. Wer hier Mitglied und gelistet ist, führt garantiert ein seriöses Bestattungsunternehmen.

Auf das eigene Bauchgefühl hören


Auch wenn es den Angehörigen verständlicherweise schwerfällt sich mit den Formalitäten rund um einen Todesfall zu beschäftigen, so ist es dennoch ein notwendiges Übel. Und natürlich ist es im Interesse aller Angehörigen, dem geliebten Menschen die letzte Ehre zu erweisen und eine schöne Bestattung zu organisieren. Hier sollten sich die Angehörigen auch immer auf ihr Bauchgefühl verlassen:

  • Wie verlief das erste Telefonat?
  • War der Ansprechpartner offen, nett und einfühlsam?
  • Hat man sich Zeit genommen und das Anliegen ernst genommen?
  • Auch ein persönlicher Besuch beim Beerdigungsinstitut kann Klarheit bringen: Wie werden Angehörige empfangen? Wie gehen die Mitarbeiter mit dem Thema Tod und Trauer um?

Hier geht es darum, dass sich Angehörige verstanden, ernst genommen, unterstützt und einfach gut aufgehoben fühlen. Das Bauchgefühl entscheidet. Ein Familienunternehmen mit Erfahrung und Tradition kann eine gute Wahl sein. Aber auch hier muss das Bauchgefühl stimmen. Meist aber können sich die Angehörigen hier auf kompetente Bestatter mit Herz und Erfahrung verlassen.

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